Impressum

Was muss man als Trainer im Impressum angeben?

04. Februar 2020 Lesedauer: 2:25 Minuten

Sobald ein Selbstständiger seine Tätigkeit auf einer eigenen Seite im Internet bewirbt unterliegt er der Impressumspflicht nach § 5 des Telemediengesetzes. Dort sind auch die notwendigen Pflichtangaben geregelt. Das Impressum muss auf der Internetseite auch leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar (maximal zwei Klicks von der Startseite aus) und ständig verfügbar sein.

Eine wichtige Pflichtangabe ist der vollständige Name und die Anschrift der Niederlassung.

Für nicht in das Handelsregister eingetragene Einzelunternehmen (z.B. Freiberufler und Kleingewerbetreibende) gilt, dass im Geschäftsverkehr immer der vollständige Vor- und Zuname des vollhaftenden Inhabers angegeben werden muss. Abkürzungen wie S. Müller reichen nicht aus, andernfalls riskiert man eine Abmahnung.

Zusätzlich dürfen zum Eigennamen Branchenbezeichnungen, Buchstabenkombinationen und Phantasiebegriffe verwendet werden, z.B. Fitnessparadies. Wichtig ist auch eine ladungsfähige Anschrift sowie eine weitere Kontaktmöglichkeit z.B. E-Mail und Telefon.

Beispiel:

Fitnessparadies
Sebastian Meier
Musterstraße 2
03216 Musterstadt
fitness@meier.de
0171-2345678

Der Eigenname ist auf jeden Fall anzugeben und darf nicht weggelassen werden. Dies gilt ebenso für alle geschäftlichen Schreiben, in der Signatur unter E-Mails, auf Visitenkarten, Flyern usw. Dies darf nicht mit der Unternehmensbezeichnung bei Freiberuflern verwechselt werden, wo auch nur die Nennung des Zunamens ausreichend ist.

Wer eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder Wirtschafts-Identifikationsnummer hat, muss diese ebenfalls angeben (nicht hingegen die Steuernummer).

Beachte: Nicht jeder selbstständige Trainer ist Freiberufler!

Man darf hier die Selbstständigkeit nicht mit dem Freiberuflertum verwechseln. Der Begriff des Freiberuflers ist eng definiert. Ein freier Beruf ist ein selbstständig ausgeübter wissenschaftlicher, künstlerischer, schriftstellerischer, unterrichtender oder erzieherischer Beruf.

Ob es sich bei der Tätigkeit als Fitnesstrainer um einen freien Beruf oder ein Gewerbe handelt, hängt maßgeblich davon ab, ob es sich um eine „unterrichtende Tätigkeit” i.S.d. § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG handelt. Die Arbeit als Fitnesstrainer/ Personal-Trainer kann durchaus als unterrichtende Tätigkeit eingeordnet werden. Oft tendieren die Ämter jedoch dazu, Selbstständige in der Fitnessbranche als gewerblich einzustufen, da keine bestimmte Qualifikation für die Tätigkeit vorliegen muss. Verfügt man jedoch über eine spezielle Ausbildung, ist eine freiberufliche Tätigkeit anzunehmen.

Für bestimmte Berufsgruppen von Freiberuflern existieren weitere Pflichtangaben. So müssen beispielsweise Rechtsanwälte Angaben zur Kammer und zur Berufshaftpflicht machen.

Da Fitnesstrainer keiner Berufskammer angehören und eine Berufshaftpflicht keine zwingende Voraussetzung ist (wenn auch empfehlenswert), entfallen diese zusätzlichen Hinweispflichten.












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