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Trainer & Studios, kümmert Euch um Eure AGB, unwirksame Klauseln schützen nicht vor Schadensersatz

05. Mai 2020 Lesedauer: 3:30 Minuten

Die persönliche Haftung des Trainers und Abmahnungen von Konkurrenten werden immer häufiger zu zwei großen Risikofeldern für Trainer und Fitnessstudios.

Bereits 2012 hat der Bundesgerichtshof (BGH) klargestellt, dass das Verwenden unwirksamer AGB ein Wettbewerbsverstoß ist, der Konkurrenten zur Abmahnung berechtigt. Das bedeutet zum Einen dass bei unwirksamen Klauseln keine Haftungsbefreiung eintreten kann und zum Anderen, dass Konkurrenten bei unwirksamen AGB-Klauseln die Möglichkeit haben Trainer und Studioinhaber kostenpflichtig abzumahnen. Die gesamten Verfahrens- und Anwaltskosten Kosten muss dann der Abgemahnte bezahlen.

Trotzdem verwenden Studios und Trainer in ihren AGB oder auch Trainings- und Kursbedingungen unwirksame Klauseln, da diese oftmals nur von anderen Internetseiten kopiert wurden. Typische Beispiele dafür sind:

„Der Teilnehmer bestätigt, dass er sportgesund und den Anforderungen des Kurses gewachsen ist.”

Eine Klausel in den AGB, nach der das Mitglied bestätigt, dass es sportgesund ist, ist unwirksam. Die Gerichte haben entschieden, dass dadurch die Beweislast zum Nachteil des Kunden verändert wird. Da der Kunde meistens auch Verbraucher ist, geht das nicht. Hingegen ist eine individuell formulierte und mit dem einzelnen Teilnehmer vereinbarte Haftungsausschlusserklärung durchaus möglich.

Gerne wird auch versucht die Haftung für Unfälle im Kurs oder an den Geräten mit folgender Klausel auszuschließen:

„Ich erkenne den Haftungsausschluss des Trainers für Schäden jeder Art an.”

„Der Vertragspartner nutzt die Geräte, Räumlichkeiten und Kurse auf eigene Gefahr."

Solche Klauseln sind ebenfalls unwirksam, da diese auch die Haftung für Schäden ausschließen, die sich aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit ergeben. Ebenso darf auch nicht die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit ausgeschlossen werden.

Bereits seit den 80iger Jahren setzt sich die Rechtsprechung zum Schutz der Verbraucher immer wieder mit der Thematik AGB auseinander. Die Aufzählung ließe sich daher noch mit etlichen (unwirksamen) Klauseln fortsetzen.

Machen Sie es richtig – schützen Sie sich und Ihre Teilnehmer!

Sollten Sie noch Fragen zur konkreten Umsetzung oder auch weitergehenden Beratungsbedarf haben, stehe ich Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.













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